SBM-3

SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen

Die Heinzel Group hat sowohl negative als auch positive tatsächliche und potenzielle Auswirkungen auf die Umwelt, sowohl im Rahmen ihrer eigenen Aktivitäten als auch entlang der Wertschöpfungskette. Zu den negativen Auswirkungen zählen Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen, Wasserverbrauch, Rohstoffgewinnung sowie potenzielle Landnutzungsänderungen. Gleichzeitig fördert das Unternehmen den Einsatz erneuerbarer Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und verantwortungsvollen Ressourcenumgang und optimiert kontinuierlich das Abfallmanagement. Die in der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden im Jahr 2025 überprüft, und die wesentlichen Themen wurden neu bewertet. Da sich das Geschäftsmodell der Heinzel Group nicht geändert hat, ergaben sich daraus keine Änderungen gegenüber der vorherigen Bewertung. Eine detaillierte Liste der bewerteten Auswirkungen, Risiken und Chancen ist in internen Quelldokumenten verfügbar, ist jedoch nicht Bestandteil der öffentlichen Nachhaltigkeitserklärung.Die strategische Ausrichtung der Heinzel Group orientiert sich stark an den in der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen. Daher bildet die Sicherung von erneuerbarer, nicht-fossiler Energie weiterhin die Grundlage und oberste Priorität in der Strategie 2030 der Heinzel Group. Aufbauend auf diesem Grundpfeiler konzentriert sich die Strategie auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, den Ausbau und die Diversifizierung des Portfolios, eine hohe Performance, die Weiterentwicklung des Umweltschutzes sowie die Schaffung eines sicheren, motivierenden und attraktiven Arbeitsumfeldes. Diese Ziele sind auf fünf strategische Säulen ausgerichtet: People, Competitiveness, Performance, Planet und Portfolio. (Weitere Details siehe Kapitel Strategie 2030 )Umgang mit klimabedingten Risiken und ChancenFür die Heinzel Group ist es nicht nur wichtig, klimabedingte Risiken und Chancen zu mindern und die Reduzierung ihrer CO2e-Emissionen voranzutreiben, sondern sich auch der klimabedingten Risiken und Chancen im Hinblick auf noch zu entwickelnde Klimaanpassungsmaßnahmen bewusst zu sein. Daher wurden im Jahr 2025 die Positionierung und Resilienz der Heinzel Group gegenüber physischen Klimarisiken für die Produktionsstandorte in Laakirchen, Steyrermühl, Pöls (Österreich) und Kunda (Estland) analysiert. Die Analyse der physischen Klimarisiken und Szenarien wurde mit Unterstützung eines auf Klimabewertungen spezialisierten externen Beratungsunternehmens durchgeführt, wobei Klima- und Wetterdaten eines unabhängigen Datenanbieters verwendet wurden.In standortspezifischen Workshops wurden relevante Systemelemente identifiziert und deren Anfälligkeit gegenüber Klimarisiken bewertet. Darauf aufbauend erfolgte eine Analyse der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der Auswirkungen potenzieller Auswirkungen relevanter Klimagefahren. Anschließend wurden geeignete Maßnahmen zum Umgang mit diesen Risiken abgeleitet und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bewertet. Darüber hinaus wurden die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten auf der Grundlage allgemeiner Studien für Österreich, Deutschland und global hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für physische Klimarisiken untersucht. Die Widerstandsfähigkeit im Schadensfall wurde sowohl für die eigenen Aktivitäten des Unternehmens als auch für die Wertschöpfungskette bewertet. Zudem wurde die Risikobewertung differenziert in eine Bruttobetrachtung (ohne Berücksichtigung von Maßnahmen) und eine Nettobetrachtung (unter Einbezug von Maßnahmen) vorgenommen.Insgesamt bestehen kurz- und mittelfristig (2012–2037) keine wesentlichen klimabedingten Risiken. Langfristig (2038–2063) können jedoch insbesondere temperatur- und wasserbedingte Risiken – wie Hitzewellen, Hitzestress, Temperaturänderungen sowie Hoch- und Niedrigwasserstände – ohne geeignete Anpassungsmaßnahmen negative Auswirkungen auf Produktivität und Vermögenswerte haben.Die Ergebnisse dieser Analyse bilden eine wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung des Risiko- und Nachhaltigkeitsmanagements der Heinzel Group. Die Analyse berücksichtigt allgemeine Eintrittswahrscheinlichkeiten und veränderte Rahmenbedingungen; extreme, einzelne Ereignisse können unabhängig davon jederzeit eintreten. Die Heinzel Group bezieht die identifizierten Risiken in ihre Entscheidungsprozesse ein und passt ihre Strategie und Maßnahmen bei Bedarf an, um die langfristige Geschäftskontinuität sicherzustellen.Auf der Grundlage der physischen Klimarisiko- und Szenarioanalyse können die Heinzel Group und ihre Produktionsstandorte derzeit als resilient gegenüber klimabedingten Gefahren angesehen werden. Langfristig wird sich die Intensität einiger Risiken voraussichtlich verstärken und negative Auswirkungen haben, was eine kontinuierliche Überwachung und rechtzeitige Maßnahmen zur Risikominderung erfordert. Um die Resilienz zu erhalten und zu stärken, werden aktuelle Ereignisse weiterverfolgt. Außerdem ist es geplant, die physische Klimarisikoanalyse zu aktualisieren, sobald neue IPCC-Klimadaten verfügbar sind.